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3 Tipps, um Mangelernährung bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig vorzubeugen



Es ist eine Angst, die viele Eltern mit sich herumtragen. Die Frage danach, ob das eigene Kind gut mit Nährstoffen versorgt ist. Insbesondere dann, wenn Kinder in Entwicklungsschüben, Altersphasen oder der Pubertät zu den falschen Nahrungsmitteln greifen, stellen sich viele Eltern die Frage, ob und wann dies Konsequenzen hat.


Daher hat die Familienpraxis euch ein drei wertvolle Tipps zusammengestellt, wie ihr mit schwierigen Essensphasen eurer Kinder umgehen könnt.


  1. Habt ein wachsames Auge aber baut keinen Druck auf

Wenn der Teller auch das fünfte Mal in Folge nicht aufgegessen wird, kann das schon einmal den Blutdruck der Eltern in die Höhe schnellen lassen. Wenn Kinder nicht oder schlecht essen, überträgt sich das auf die Eltern, was die Kinder wiederum zu spüren bekommen. So wird aus der Harmonie am Esstisch plötzlich eine Situation, aus der jeder der Anwesenden am liebsten fliehen würde.

Es ist daher wichtig, als Elternteil frühzeitig ein wachsames Auge zu haben. Gerade bei Mädchen kurz vor oder in der Pubertät wird der eigene Körper sehr kritisch unter die Lupe genommen und unter Umständen am Essen gespart. Wenn das über einen längeren Zeitraum auffällig ist, sollte das Thema am besten in Kombination mit einer Fachkraft angesprochen werden.

Druck und Zwang solltet ihr jedoch tunlichst vermeiden. Gerade bei Kleinkindern, die gerade erst den Spaß am Essen entdecken sollen, ist es wichtig, keinen Zwang anzuwenden oder gar zu bestrafen. Essen muss ein schönes Ereignis bleiben. Wenn ihr als Eltern merkt, dass euch die Situation belastet oder ihr ernsthafte Bedenken habt, ist es an der Zeit, Hilfe in Anspruch zu nehmen.


2. Schafft euch ein Ritual


Gerade dann, wenn die Esssituation schon ein wenig negativ behaftet ist, ist es sinnvoll, ein neues Ritual am Tisch einzuführen. Das kann ganz individuell jede Familie für sich festlegen. Gemeinsames Tischdecken, das Anzünden einer Kerze am Tisch, ein kurzer Dankesspruch für das Essen oder aber feste Plätze sorgen für Sicherheit und schaffen Geborgenheit.


3. Achtet auf eure Stimmung am Esstisch


Es ist banal und dennoch essentiell notwendig, wenn es um die Frage geht, warum ein Familienmitglied nicht essen möchte. Die Stimmung innerhalb der Familie entlädt sich meistens am Esstisch, da dies (meist der erste) Ort ist, an dem alle nach einem langen Arbeitstag zusammenfinden. Jeder bringt sein Päckchen mit, hat stressige Momente erlebt oder Ärger gehabt. Der Esstisch ist jedoch kein Ort, um diesen Frust zu entladen. Denn je nach Sensibilität des Kindes, kann sich dies bereits auf dessen Essverhalten auswirken.

Daher empfehle ich euch, schwierige Gespräche auf später zu verlegen, wenn das Kind im Bett ist. Solltet ihr als Elternteil massiv gestresst sein, ist es besser, nicht am Essen teilzunehmen und stattdessen lieber eine Runde um den Block zu drehen.


Ich hoffe, dass euch diese drei Tipps weiterhelfen. Solltet ihr dennoch professionelle Unterstützung benötigen, habt ihr die Möglichkeit, eine Ernährungstherapie in Anspruch zu nehmen. Eine Step-by-Step Anleitung findet ihr dazu auf unserer Website.


Gerne dürft ihr uns auch über unser Praxistelefon kontaktieren oder eine E-Mail schreiben unter info@smartfoodfacts.org


Eure Anne aus der Familienpraxis Pforzheim



Anne Heit ist Ernährungswissenschaftlerin und Krankenkassen-zertifizierte Ernährungsberaterin (VFED). Sie ist selbst Mutter einer 3-Jährigen Tochter und Inhaberin der Familienpraxis Pforzheim.


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